»Schö­ne Zeit beim wohl­ver­dien­ten Urlaub!« sagt der Betriebs­rat­kol­le­ge der drei Mit­ar­bei­ten­den. Zwar ist vom Tenor eine ande­re Into­na­ti­on zu ent­neh­men, den­noch ist die glei­che Bot­schaft an jedem gerich­tet. »Na ja.« den­ke ich, »…das ist Net­tig­keit pur aber rea­li­täts­fremd.« Der/die eine hat in der Tat viel gemacht, der/die zwei­te hat sich stets bemüht, der/die drit­te hat ordent­lich Geld in dem Sand gesetzt. Den­noch: Alle drei neh­men es ger­ne und lächelnd als eben wohl­ver­dient an.

Eine ande­re Betrach­tung: das sind Mit­ar­bei­ten­den, die sich mit der Fir­ma iden­ti­fi­zie­ren, die beim Erfolg sich freu­en, oder ver­su­chen, Ver­lus­te zu mini­mie­ren. Das zählt für den Chef.  Das drit­te, was ich euch nicht ver­heim­li­chen will, ist, dass die Abtei­lung der drei Mit­ar­bei­ten­den schon seit län­ge­rer Zeit kon­ti­nu­ier­lich Ver­lust macht. Den­noch wird die­se Lage sei­tens der Eigen­tü­mer gedul­det und wert­ge­schätzt und unter­stützt.

Genau in die­ser Erfah­rung keilt für mich unserm Wochen­spruch rein.

»Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.« (Epheser 2,8)

Wel­che Grö­ße Got­tes wird uns hier ver­mit­telt! Es liegt nicht an unse­rem Kön­nen, es liegt auch nicht an unse­rem Fleiß, noch an unse­rem klei­nen Glau­ben. Son­dern es ist die Lie­be Got­tes, die uns umhüllt und die uns ret­tet. Das neh­men wir ganz oft als selbst­ver­ständ­lich an, weil das  Wort »wohl­ver­dient« in unse­rem mensch­li­chen Sein ver­wur­zelt ist. Mein ICH anstatt Jesus Chris­tus. Schön­re­de­rei und Selbst­lob, anstatt demü­tig auf Jesus zu bli­cken.

Den­noch bleibt das Wich­tigs­te ewig bestehend »nicht aus euch« denn ohne Jesus sind wir nichts.

Nehmt bit­te, lie­be Geschwis­ter in Jesus, die­se Demut für die Som­mer­ta­ge mit. Nicht um euch klein zu machen, son­dern unserm Herr Jesus Chris­tus Euren Dank und Euer Lob geben zu kön­nen:

  • für all die Momen­te, in dem Er euch getra­gen hat
  • für das, was Er für euch getan hat
  • und dass Er in den bevor­ste­hen­den Angst-Momen­te immer dabei sein wird.

Denn, Got­tes Gabe ist es.

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