Lie­be Lesen­de,

selt­sa­me Brie­fe, E‑Mails und Kar­ten bekom­me ich öfters. Teils wird mir Lau­heit vor­ge­wor­fen, teils Irr­leh­re, teils ein Man­gel an hei­li­gem Geist. Jeden­falls sind es oft (gera­de bei den anony­men Zuschrif­ten) kri­ti­sche Äuße­run­gen zu mei­nem Tun oder Nicht-Tun oder mir als Per­son. Damit muss man sich wohl aus­ein­an­der­set­zen, wenn man sich in die Öffent­lich­keit begibt. Und ich bin durch­aus bereit zur Begeg­nung und zum Dia­log.

Ein Bei­spiel gibt es hier…

Da, wo es an aller Sub­stanz fehlt, igno­rie­re ich mehr oder weni­ger erfolg­reich. Nun kam aber Anfang April ein selt­sa­mer Brief in der Gemein­de an (sie­he oben als Bei­trags­bild). Außer einem Com­pu­ter-gedruck­ten Anschrif­ten­feld ent­hielt der Umschlag nur die­sen Aus­druck eines You­tube-Bei­trags mit einer Pre­digt aus der VIA Pforz­heim. Der Post­stem­pel ver­weist auf Leit­re­gi­on 72… – Ich mei­ne: Eine E‑Mail hät­te wenigs­tens 95 ct. an Por­to erspart. Heut­zu­ta­ge gibt es doch Weg­werf-E-Mails, wenn man denn unbe­dingt anonym blei­ben möch­te.

Jeden­falls han­delt es sich um eine Pre­digt zu John Wes­ley aus einer gan­zen Rei­he von Som­mer­pre­dig­ten zu wich­ti­gen Men­schen der Glau­bens­ge­schich­te. Die Pre­digt ist anre­gend, und so ver­lin­ke ich sie hier direkt. Aus­drück­lich emp­feh­le ich, dass man sie sich anse­hen möge. Nicht mei­ne Art und nicht mein Stil, aber gut und nütz­lich zu hören. – Und die rea­le Gefahr ist, dass Kir­chen, auch unse­re metho­dis­ti­sche, irgend­wann des Geis­tes Got­tes erman­geln könn­ten und dann ent­spre­chend bloß noch tote Scha­le für Tra­di­ti­on wer­den könn­ten. Das wäre auch mir ein Graus.

Viel­mehr mei­ne ich, dass wir wei­ter­hin Erwe­ckung, Wachs­tum in unse­rer jewei­li­gen Hei­li­gung und nach außen hin ein dia­ko­ni­sches Han­deln brau­chen. Sicher reicht es nicht, Got­tes­diens­te zu fei­ern. Hier also geht es zu der Pre­digt von Mat­thi­as Brandt­ner. Die hand­schrift­lich ange­ge­be­ne Spiel­zeit trifft den Punkt, dass Wes­ley fürch­te­te, dass auch die Metho­dis­ten eine tote Sek­te wer­den könn­ten wie es damals (und auch heu­te) vie­le gab und gibt.

Geseg­ne­te Him­mel­fahrts­wo­che, Ihr & Euer Frank Weber